Die Ausstellung der dänischen Künstlergruppe „Surrend“ in Moabit ist aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Nachdem sich mehrere aufgebrachte Muslime über die Vernissage mit satirisch-politischen Plakaten beschwert hatten, schloß die Galerie Nord ihre Pforten. Sechs Männer drohten, das Gebäude mit Steinen zu bewerfen. Die Muslime hatten die Ausstellung gestört und verlangt, eines der 21 ausgestellten Poster zu entfernen.
Es ging um ein Plakat mit dem Bildmotiv der Kaaba in Mekka, überschrieben mit der Zeile „Dummer Stein“. Es ist Teil einer Serie, gefolgt von dem Plakat eines Mannes mit typischer jüdischer Hutbekleidung („Dummer Hut“) und weiteren „Serienplakaten“ ironischen Inhalts. Die Ausstellung wurde vom Plakatkünstler und Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck, eröffnet. Dieser bezeichnete die Drohungen als „völlig unakzeptabel“. Die Gesellschaft dürfe sich Gewaltandrohungen gegenüber Kunstwerken nicht beugen. „Surrend“ fiel in den vergangenen zwei Jahren mit brisanten satirischen Kunstaktionen auf, unter anderem gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Die Bürgerbewegung pro Deutschland fordert die sofortige Wiedereröffnung der Ausstellung – notfalls unter Polizeischutz.
„Rettet die Museumsinsel“
Die Bürgerbewegung pro Deutschland unterstützt das Volksbegehren „Rettet die Museumsinsel“ gegen den Bau der vom Architekten David Chipperfield entworfenen James-Simon-Galerie, die künftig den Blick auf das Neue Museum verstellen soll. Das modernistische Eingangsgebäude würde das Gesamtbild der Museumsinsel zerstören. Die Anwohnerinitiative muß dagegen nun bis Ende August mehr als 20.000 Unterschriften sammeln. Wir fordern alle Mitglieder und Unterstützer der Bürgerbewegung pro Deutschland auf, mit ihrer Unterschrift gegen die „künstliche Brutalisierung und totale Zerschlagung“ eines „in 100 Jahren durch geniale Baumeister entstandenen historischen Kulturerbes“ Stellung zu beziehen (O-Ton Anwohnerinitiative)! Bitte melden bei Annette Ahmen: Telefon 25 10 725